Springintgut & F.S. Blumm – The Bird And White Noise

Springintgut & F.S. Blumm – The Bird And White Noise
Pingipung 43
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Sie wollten eigentlich nur einen Track zusammen aufnehmen, für die gemeinsame Japan Tournee im letzten Frühling. Auf der Tour sollten Springintgut und F.S. Blumm ihre aktuellen Solo-Alben (pp37 / pp39) in neun japanischen Städten präsentieren, ein gemeinsamer Track als Zugabe konnte dabei nicht schaden. Das Duo entpuppte sich als Selbstläufer: Aus einem Track wurden im Handumdrehen siebzehn! Wenn man bedenkt, dass beide Künstler für ihre jeweiligen Solo-Alben sechs Jahre gebraucht haben, ist es umso erstaunlicher, dass sie „The Bird And White Noise“ innerhalb von zwei Monaten eingespielt haben.
Springintguts elektrifiziertes Cello und F.S. Blumms Akustikgitarre erweisen sich im Studio dabei aufs Feinste kompatibel. Ihre Vorliebe zu Details verzahnt die Sounds ihrer Instrumente mit zahllosen Fieldrecordings von Konzertreisen in Indien, Italien und Japan. Zusammengehalten werden ihre melodischen Sessions von langsamen, druckvollen Beats. Springintgut hat sich zuvorderst um die Studioproduktion gekümmert, während F.S. Blumm – ein alter Hase im Hörspielmachen – die Tracks und Fragmente des Albums in langen Bögen montiert und gemischt hat. „The Bird And White Noise“ lädt zur Reise ein, will am Stück als Album gehört werden.
Während der Opener oder „Eskimono“ die lyrischen Seiten des Duos zeigen, setzen Tracks wie „Land Ab Neu“ oder „Chitin“ wuchtigere Akzente mit Bass und 808. „Chitin“ ist ein später Höhepunkt auf dem Album, der sich über Minuten zu einem massiven Groove aufbaut in einer abstrakten, insektenhaften Soundwelt, in der sich in der Mitte romantische Celloakkorde den Weg brechen.
Das Album wurde bereits in Japan zur Tournee im Frühling 2014 als Japan-exklusive CD auf Pingipungs Partnerlabel nightcruising aus Kyoto veröffentlicht. Jetzt erscheint die LP-Version sowie die CD weltweit via Pingipung.

'The Bird And White Noise'... Der Fluss Kamogawa wird alle 300m zu kleinen Wasserfällen gestaut, vor denen regelmäßig weiße Reiher stehen, die auf das Rauschen schauen und auf Fische warten. Dieses Bild wirkt in der Tempelstadt Kyoto sehr meditativ, Kontemplation vor dem Chaos, dem Rauschen... Und die Japaner gehen  gerne nach Feierabend in die Pachinko-Hallen, in denen Spielautomaten stehen, die von oben mit Metallkugeln befüllt werden. Der Lärm ist ohrenbetäubend, für die Leute ist das aber die Entspannung nach Feierabend. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus, habe mich da viel aufgehalten, nichts verstanden, aber den Sound aufgenommen. Er findet sich auf der Platte ganz leise zu Beginn des letzten Stückes, 'Leben Läuft'. Uns gefällt das Paradox von Chaos und Entspannung, das in diesen beiden Bildern steckt.“ (Springintgut)

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"Musst Du dir so vorstellen: links Natur und rechts was mit Computern. Und Du Hosenmatz stehst dazwischen." (Hanseplatte Newsletter)

"Sympathische, unpraktische Musik zweier Extremkünstler […]. So frei wie diese Musik möchte man selbst auch einmal sein." (Intro)

 

 

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