Anadol – Uzun Havalar

Anadol – Uzun Havalar
Pingipung 065
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Anadol ist ein psychedelic synth folk Projekt von Gözen Atila, einer türkischstämmigen Musikerin und Fotografin, die in Berlin lebt. Ihr drittes Album "Uzun Havalar" basiert auf kollektiven Improvisationen nahöstlicher Folklore, "uzun hava" genannt. Sie entwickeln sich zu tiefgründigen, atmosphärischen Synth-Balladen. Die faszinierende Komplexität, die sich durch das Album zieht, erzeugt ein ganzer Pool von unterschiedlichsten Musikern, die Anadol in ausufernden Sessions in Istanbul aufgenommen hat. Wir hören das Lachen von Drummern, die auch Gitarre spielen, das Heulen von Komponisten, französische Durchsagen, Schreie ohne erkennbare Sprache, Plattensammler an Oszillatoren und Trompeten durch deepeste Hallräume.

Mit ihrem Anadol Projekt befreit sich Gözen Atila von einem eher akademisch geprägten Zugang zur elektronischen Musik, wie sie ihn während ihres Music Technology Studiums in Istanbul verfolgt hat. Ihre Ausbildung bezeichnet sie als "darkness of serious music", zu der sie zunächst dazugehören wollte, sie dann aber als Ketten empfand, die sie mit ihrem Lofi Synth Pop abzuwerfen vesuchte. Dennoch hat sie als Produzentin von Hörspielen und als Fieldrecording Expertin einen speziellen Sinn für Timing, Edits und Sounddesign entwickelt. Mit Anadol tritt sie in Fußstapfen großer einsamer Synth-Experimentalisten wie Bruce Haack oder The Space Lady, die mit einer fast kindlichen Neugier für elektronischen Klang die Grenzen des Möglichen mit minimalem Equipment austesteten. Auf Uzun Havalar übersetzt Anadol dieses experimentelle Hintergrundrauschen in schwebende Folk-Balladen. Das Album wurde 2018 ursprünglich auf Tape auf dem Label Kinship veröffentlicht.

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