
„Kami Eins“ sondierte als erste Kompilation, in welche Richtung sich das Label fortan entwickeln könnte. Das Ergebnis: es sind sehr viele und die stecken manchmal sogar alle in einem Track... Während der erste je veröffentlichte Beitrag von Springintgut die ruhige, ernstere Seite von Pingipung vorwegnimmt, repräsentieren ein stolpernder Reggae-Exkurs von James Din A4 oder das schunkelnde Peter Presto-Cover der Titelmelodie des „Super Mario Bros.“ Videospiels die niedlich-anarchische Facette des Labels. Dazu kommen zwei experimentelle, aber doch verspielte Stücke von Schwimmen Tanzen Kirmes, eine düstere Drone des französisch/belgischen Noise-Aktivisten Tzii sowie ein wundervoll grenzdebiles, in nur einer Stunde komplett mit billigen Midi-Sounds eingespieltes Stück von Miss Emily. Statt klar abgesteckter Soundwelt und stringenten Konzepten war bereits nach dieser zweiten Veröffentlichung klar: Pingipung sind viele. So soll es sein.
