
Eigenlob stinkt, aber in diesem Falle war Pingipung wirklich seiner Zeit voraus. Würde „Between Arrival and Departure“ nämlich heute erscheinen, wäre das Album im Zuge des Hypes um sich von Afrika inspirierende Acts wie Vampire Weekend mit guter Chance eine Konsensplatte geworden. Als die Stücke 2004 entstanden, wirkten sie in ihrer Mischung aus afrikanischer Folklore und Lofi-Elektronik jedoch auf viele wie krude Sonderlinge. Die Kritik indes war bereits damals begeistert, „Die Zeit“ erwählte es gar zum Album des Jahres.
Textlich dreht sich das Album um das Ankommen und Verlassen von Orten, um die damit verbundenen Verheißungen und Reibungen und die Frage, was es eigentlich heißt, irgendwo „zu Hause“ zu sein. A.J. Holmes, der hinter Vanishing Breed steckt, singt hier aus eigener Erfahrung: Der Londoner hat als Musiker bereits die halbe Welt bereist und während der Aufnahmen dieses Albums in Berlin gelebt. Immer wenn es musikalisch zu romantisch wird, bricht Holmes jedoch die Idylle durch abrupte Wechsel im Arrangement, so dass der Hörer trotz der warmen Stimme und der gefälligen Highlife-Gitarre immer wieder herausgefordert wird. „Between Arrival and Departure“ ist einer der seltenen Fälle eines Albums, das sich beim ersten Hören im Gehörgang festbeißt, aber auch beim zehnten Durchlauf noch Überraschungen bietet. Wir verneigen uns vor dieser Platte.
„Holmes' sanfte Stimme und der Effekt dieser Hi-Life-Gitarrengirlanden: eine Musik, die nachdringlich euphorisiert.“ (TAZ)
„Eine hinreißende Sammlung von Songs, die nie festen Boden unter die Füße bekommen, die das Gegenteil von ‚cool’ sind und das Schönste aller Zerbrechlichkeitsdaten mit sich führen: ‚zeitlos’.“ (Die Zeit)
„Album des Jahres!“ (Die Zeit)
„Es klingt nichts überladen an dieser Musik, und es kommt viel Raum mit ihr ins Zimmer. Außerdem kann man diesen Folk getrost Pop nennen. Hooklines wie glücklich verlaufende Fernbeziehungen, also Songs mit kleinen wichtigen Widersprüchen, tupfen (oder zupfen) Stress und Probleme aufmerksam ins Bewusstsein, klingen aber nur noch wie Ruhe und Vergnügen.“ (Spex)
„Ein Album für die Melancholie der Wartehallen, der Eincheck-Prozeduren und des einsamen Ankommens an verregneten Flughäfen. Es nährt die Traurigkeit und vertreibt die Depression.“ (Märkische Allgemeine Zeitung)
„Die Stimmung bleibt immer warm und heiter, und die Refrains brennen sich unentrinnbar ins Hirn der des Hörers. 'Experimentelles Songwriting' nenne ich das jetzt einfach mal. Und ich sage auch noch: ein sehr sympathisches Album.“ (Intro)
„Between Arrival and Departure gibt sich den Anschein einer farbenfrohen Sammlung harmloser Poptunes, wehend wie ein Fähnchen im Wind. Aber Vorsicht: hinter der mulit-instrumentalen Fröhlichkeit lauert bitterer Ernst und zarte, morgenrote Melancholie.“ (auf abwegen)
„Ein dezent elektrifizierter Folklederreigen, der an die sanft vergetragenen Moritaten eines Sufjan Stevens erinnert, dessen Musical-Affinität der britische Wahlberliner Alex Holmes (aka Vanishing Breed) zu teilen scheint.“ (tip Berlin)
„Könnte Brian Eno gefallen.“ (Rolling Stone)
„This is an album that genuinely refreshes, tickles synapses, touches familiar bases in unfamiliar ways and in new combinations and that's why it's a joy to listen to.“ (unpeeled)
„'Between Arrival and Departure' is sometimes melancholic, other times an outright summer album to be listened to on a sunny day on the beach. (...) There´s a lot of situations like crossing the ocean on a plane or entering the moving truck before you move to a different city that I imagine 'Between Arrival and Departure' to be perfect for.“(foxydigitalis)
„Intrigante e intelligente.“ (Blow up)
